Glossar

Skonto

Auch: Barzahlungsrabatt, Skontoabzug

Skonto ist ein Preisnachlass, den der Rechnungssteller für eine Zahlung innerhalb einer kurzen Frist gewährt, zum Beispiel 2 Prozent bei Zahlung binnen 10 Tagen. Ein gesetzliches Recht auf Skonto gibt es nicht. Der Kunde darf Skonto nur abziehen, wenn es vereinbart ist und er die Frist einhält.

Beispiel aus dem Betrieb

Ein Sanitärbetrieb stellt einem Gewerbekunden 5.950 Euro brutto in Rechnung, mit der Bedingung „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto“. Der Kunde zahlt am achten Tag 5.831 Euro. Der Skontoabzug von 119 Euro enthält 19 Euro Umsatzsteuer. Der Betrieb mindert deshalb seine Umsatzsteuer um 19 Euro, der Kunde seine Vorsteuer ebenso. Zahlt der Kunde erst am zwölften Tag und zieht trotzdem Skonto, fordert der Betrieb die 119 Euro nach.

Skonto ist ein Tausch: Du verzichtest auf einen kleinen Teil des Rechnungsbetrags, dein Kunde zahlt dafür schneller. Ob sich das für dich lohnt und was dabei steuerlich gilt, steht hier.

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Nachlass für schnelle Zahlung. Er ist kein Rabatt auf die Leistung, sondern eine Gegenleistung für frühes Geld. Das Gesetz kennt keinen Anspruch darauf. Skonto gilt nur, wenn du es mit dem Kunden vereinbart hast, im Angebot, im Vertrag oder in den Zahlungsbedingungen.

Im VOB/B-Vertrag sagt § 16 Abs. 5 Nr. 2 VOB/B ausdrücklich: Nicht vereinbarte Skontoabzüge sind unzulässig.

Wie berechne ich Skonto?

Skonto berechnest du vom Rechnungsbetrag, den der Kunde zahlt, also meist vom Bruttobetrag:

  • Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100
  • Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag

Bei 5.950 Euro und 2 Prozent sind das 119 Euro Skonto und 5.831 Euro Zahlbetrag.

Was gilt für die Umsatzsteuer?

Zieht der Kunde Skonto, ändert sich die Bemessungsgrundlage. Du berichtigst deine Umsatzsteuer, dein Kunde seine Vorsteuer (§ 17 Abs. 1 UStG). Im Beispiel stecken in 119 Euro Skonto 100 Euro netto und 19 Euro Umsatzsteuer.

Was muss auf der Rechnung stehen?

Nach § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 UStG gehört jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts auf die Rechnung. Schreib Satz und Frist klar hinein, zum Beispiel „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen ab Rechnungsdatum“. So gibt es später keinen Streit darüber, ab wann die Frist läuft. Mehr dazu unter Pflichtangaben einer Rechnung.

Lohnt sich Skonto?

Für den Kunden ist Skonto oft ein guter Zins. Ein Beispiel als Faustrechnung: 2 Prozent Skonto für eine Zahlung 20 Tage früher entsprechen auf das Jahr gerechnet etwa 2 ÷ 98 × 360 ÷ 20 = rund 37 Prozent. Für dich als Handwerker heißt das umgekehrt: Skonto ist teures Geld. Es lohnt sich, wenn du schnelle Zahlung wirklich brauchst oder es im Wettbewerb üblich ist. Plane Skonto in deinen Preis ein, statt es aus der Marge zu zahlen.

Was tust du, wenn der Kunde zu Unrecht Skonto zieht?

Zieht der Kunde Skonto nach Ablauf der Frist oder ohne Vereinbarung, ist der Differenzbetrag weiter offen. Du forderst ihn mit einer Mahnung nach. Zahlt der Kunde nicht, gerät er mit diesem Betrag in Zahlungsverzug.

Wo craftflowOS dir dabei hilft

Mit Rechnungen und Mahnungen hinterlegst du Skontosatz und Frist an der Rechnung, und craftflowOS druckt die Bedingung auf das PDF. Beim Erfassen einer Zahlung schlägt craftflowOS den Skonto vor und lässt ihn nur innerhalb der Frist und bis zur vereinbarten Höhe zu. Für Lieferantenrechnungen zeigt der Skonto-Radar, welche Skontofristen gerade noch offen sind.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: 1. November 2026.

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